Ich bin doch unkompliziert

... oder passe ich mich zu oft an?

Liebe Interessierte an persönlicher Entwicklung,

„Ich bin unkompliziert.“
„Ich kann mich gut auf andere einstellen.“
„Mir ist es wichtig, dass es für alle passt.“

Das klingt zunächst nach positiven Eigenschaften. Und das sind sie auch.

Anpassungsfähigkeit hilft uns, mit unterschiedlichen Menschen umzugehen, Kompromisse zu finden und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Sie ist ein wichtiger Teil eines guten Miteinanders. Doch manchmal wird aus Anpassungsfähigkeit Überanpassung.

Dann orientieren wir uns so stark an den Bedürfnissen, Erwartungen und Stimmungen anderer, dass die eigenen immer weniger Raum bekommen.

Wir sagen Ja, obwohl wir Nein meinen.
Wir vermeiden Widerspruch, obwohl wir eine andere Meinung haben.
Wir übernehmen Verantwortung, die eigentlich gar nicht bei uns liegt.
Und manchmal wissen wir irgendwann selbst nicht mehr genau: Was möchte ich eigentlich?

Überanpassung geschieht dabei meist nicht bewusst. Sie kann eine lange eingeübte Strategie sein, um Anerkennung zu erhalten, Konflikte zu vermeiden oder dazuzugehören.

Das Problem ist nicht die Rücksichtnahme. Das Problem entsteht dort, wo wir uns selbst dabei dauerhaft zurücknehmen.

Im Coaching geht es deshalb nicht darum, weniger empathisch oder kompromissbereit zu werden. Es geht darum, die eigene Wahrnehmung wieder stärker einzubeziehen:

Was ist mir wichtig?
Was brauche ich?
Wo möchte ich mich anpassen – und wo eigentlich nicht?

Denn bei sich zu bleiben bedeutet nicht, immer seinen eigenen Willen durchzusetzen. Es bedeutet, sich selbst in der Beziehung zu anderen nicht zu verlieren.

Wo bist Du „unkompliziert“ – und wo könnte es sich lohnen, einmal genauer hinzuschauen?

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Ich freue mich auf Dich! Herzliche Grüße,

Ulrike Schulz

P.S.: Lust auf mehr wöchentliche Impulse? Du findest mich auch auf Instagram: @UlrikeSchulzCoach

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